Haus 2.0 Stadtwerke Neubrandenburg

Informationen

Haus 2.0 Stadtwerke Neubrandenburg

Projekt

Neubau Haus 2.0 Stadtwerke Neubrandenburg

Status

Realisierung

Ort

Neubrandenburg

Programm

Verwaltung

Größe

1800 m² BGF

Fertigstellung

2019

Bauherr

Stadtwerke Neubrandenburg

Projektteam

Jens Petzi, Fred Petzi

Die Bruttogrundfläche von ca. 1.800 m² wird auf drei Geschosse verteilt. Das neue, L-förmige Gebäude umschließt gemeinsam mit Haus 1 und Haus 3.0 einen grünen Innenhof. Das Haus 2.0 ist über einen gläsernen Verbinder an das Haus 1 angebunden. Zwischen Haus 3.0 und dem Neubau bleibt eine Feuerwehrzufahrt erhalten.

Der Haupteingang des neuen Gebäudes orientiert sich zur John-Schehr-Straße. Die Kantine befindet sich im Erdgeschoss. Die Küche und das Lager können über einen separaten Eingang beliefert werden. Eine großzügige Südterrasse lädt im Sommer ein die Mittagspause im grünen Innenhof zu verbringen. Das Kundenbüro ist in direkter Anbindung an den Haupteingang leicht auffindbar. Das zentrale Treppenhaus und der Fahrstuhl erschließen die oberen Etagen. Hier befinden sich die Büros für die Mitarbeiter der Stadtwerke Neubrandenburg. Nebenflächen, wie z.B. WC-Anlagen, Kopierräume und Archive sind in ausreichender Anzahl gleichmäßig im Gebäude verteilt. Ein Fluchttreppenhaus im nordöstlichen Flügel gewährleistet das zügige Verlassen des Gebäudes im Brandfall.

Die Tragkonstruktion besteht aus einem mit Kalksandstein-mauerwerk ausgefachtem Stahlbetonskelett. Die Decken werden als Filigrandecken ausgeführt. Das 15° geneigte Dach ist mit einer Titanzink-Stehfalzdeckung bekleidet. Im Firstbereich ist eine Lüftungslaterne als Holzkonstruktion mit Zwischensparrendämmung geplant. Der Eingangsbereich wird durch ein Fertigteilbetonelement gefasst. Das zweischichtige Fassadensystem besteht aus einer hinterlüfteten Klinkerfassade mit Mineralwolldämmung. Besonderes Augenmerk sind die Fenstereinfassungen aus einem dreidimensionalen parametrischen Mauerwerksverband. Die Fenster verfügen über einen großformatigen Flügel zur Fensterreinigung und einen kleineren Lüftungsflügel hinter einer fassadenbündigen Prallscheibe. Die Prallscheibe reduziert den durch die John-Schehr-Straße entstehenden Lärm deutlich und bildet bei gleichzeitig den Einbruchsschutz für die optionale automatische Nachtauskühlung. Im Innenraum werden helle und langlebige Materialien verwendet. Ein modular durchgerastertes Bodenkanalsystem ermöglicht es Datenkabel auszutauschen oder nachzuinstallieren. Kassettendecken aus Streckmetall sorgen für eine gute Revisionierbarkeit und halten die massiven Bauteile wie Decken als thermische Speichermasse offen. Durch LED-Langfeldleuchten in der Zwischendeckenebene wird eine diffuse Grundausleuchtung der Büros gewährleistet. Zusätzlich gibt es LED-Arbeitsplatzleuchten die die nach Arbeitsstättenrichtlinie geforderten 500 lx gewährleisten.

Der kompakte Baukörper hat ein günstiges Verhältnis von Oberfläche zu Volumen. Alle Räume sind natürlich belüftet und belichtet. Unerwünschter Wärmeeintrag in den Sommermonaten wird durch den außenliegenden Sonnenschutz abgehalten. Eine hohe Amplitudendämpfung durch gute Dämmung und ein Offenhalten der Speichermassen sorgt für optimalen Nutzungskomfort im Sommer. Durch die durchgehende Lüftungslaterne, die Deckenöffnungen zwischen den Geschossen und die Oberlichter über den Bürotüren wird ein thermischer Kamineffekt erzielt der eine optimale natürliche Belüftung gewährleistet und der Nachtauskühlung dient. Optional kann das System automatisiert und mit der Gebäudetechnik verbunden werden. Eine weiter Option ist der Einsatz von Solarzellen auf dem Dach des Neubaus. Hierzu müsste in der weiteren Planung die Dachneigung auf 20° erhöht werden.